Kategorie: Aktuelles

Viecherschmiede wählt neuen Vorstand – Frischer Wind und sportliche Ambitionen

Viecherschmiede wählt neuen Vorstand – Frischer Wind und sportliche Ambitionen

Während andernorts kleine Hexen, Vampire und Gespenster unterwegs waren, um Süßigkeiten zu ergattern, versammelten sich im Aresinger Wanderheim die Mitglieder der Viecherschmiede – und das nicht etwa zum Kürbisschnitzen, sondern zur Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl. In Zuge dessen wurde der bisherige Vorstand (bestehend aus Wast Ortlieb, Alessandro Corvaglia, Patrick Czok, Johann Goldstein und Nadja Corvaglia) verabschiedet und für die Arbeit und den Einsatz der letzten zwei Jahre gewürdigt. Neben zahlreichen sportlichen Erfolgen, Sommerfesten und einem starken Wachstum des Vereins ist besonders die Ausrichtung der deutschen Meisterschaft im Kreuzheben unter Führung des alten Vorstands zu erwähnen. Gerade Goldstein, Gründungsmitglied und als Welt- und Europameister sportliches Aushängeschild des Vereins, hat über die Jahre im Amt des Schatzmeisters den Verein aufgebaut und wird als Grundpfeiler des Vereins weiterhin aktiv bleiben.

Bevor die Vorstandswahlen begannen, stand zunächst die Würdigung der sportlichen Erfolge des vergangenen Jahres auf dem Programm. Zahlreiche Athleten der Viecherschmiede konnten auf beeindruckende Ergebnisse zurückblicken. Die Sportler wurden für ihre Leistungen mit großem Applaus gefeiert, und die Anerkennung durch die Vereinsmitglieder zeigte deutlich, wie viel Leidenschaft, Trainingsfleiß und Teamgeist in der Arbeit der Viecherschmiede stecken.
Mit inzwischen über 80 Mitgliedern präsentiert sich die Viecherschmiede heute als lebendiger und stetig wachsender Verein, der weit über die Trainingshalle hinaus Begeisterung weckt. Einmal mehr wurde deutlich: Die Viecherschmiede steht für Zusammenhalt, sportliche Ambition und echte Begeisterung.

Nach der sportlichen Rückschau ging es zum formalen, aber ebenso spannenden Teil des Abends über: der Neuwahl des Vorstands. Die Mitglieder der Viecherschmiede nutzten die Gelegenheit, um die Führungsriege für die kommenden Jahre neu zu bestimmen und damit die Weichen für die Zukunft des Vereins zu stellen. Dabei zeigte sich schnell: Erfahrung und frisches Engagement ergänzen sich perfekt – eine Kombination, die dem Verein neue Impulse verleihen dürfte.

Zum 1. Vorstand wurde – wenig überraschend – Sebastian „Wast“ Ortlieb gewählt. Als Gründer und Herz des Vereins ist er seit jeher die treibende Kraft hinter der Viecherschmiede und gilt unter den Mitgliedern ohnehin als unersetzlich.

Den Posten des 2. Vorstands übernimmt Matthias Raschen, der bereits zuvor viele administrative Aufgaben im Verein übernommen hatte und somit quasi „inoffiziell“ schon zum Führungsteam gehörte. Er folgt auf Alessandro Corvaglia, dem für seine bisherige Arbeit herzlich gedankt wurde.

Neu im Amt des 3. Vorstands ist Robert Engler-Jocham, der die Nachfolge von Patrick Czok antritt. Der Physiotherapeut sorgt künftig nicht nur für entspannte Muskeln, sondern auch für einen geschmeidigen Vereinsablauf. Auch im Bereich der Finanzen gab es Veränderungen: Andreas Kastner und Samuel Klösgen werden künftig gemeinsam als Kassenwarte die Vereinsgelder verwalten – sie lösen Johann Goldstein ab. Die Schriftführung übernimmt künftig Florian Bergfried, der das Amt von Nadja Corvaglia übernimmt.

Mit dieser Wahl zieht viel junges Blut in den Vorstand ein – ein Signal für frischen Wind, neue Ideen und eine lebendige Zukunft der Viecherschmiede.

Neben den Vorstandswahlen blickte man bei der Versammlung auch auf kommende sportliche Projekte. Ein ambitioniertes Ziel: Für die Bayernliga sollen im kommenden Jahr zwei Mannschaften gebildet werden.

Die erste Mannschaft wird dabei aus den stärksten Athleten des Vereins bestehen und soll die Viecherschmiede sportlich auf Landesebene repräsentieren. Gleichzeitig sollen alle Mitglieder von diesem System profitieren: Durch die Einteilung entsteht ein gesunder Konkurrenzkampf, der die Sportler motivieren und dazu anspornen soll, sich weiterzuentwickeln.

„Wer in die erste Mannschaft will, muss Gas geben“ erklärte Ortlieb. Der sportliche Ehrgeiz ist also da, doch der Spaß und der Teamgeist bleiben weiterhin im Vordergrund.

So endete die Mitgliederversammlung nicht nur mit Applaus für den neuen Vorstand, sondern auch mit spürbarem Optimismus. Die Viecherschmiede blickt auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück – und hat für die Zukunft Großes vor.

Spannende DM im Bankdrücken: Viecherschmiede überzeugt in Oberölsbach!

Spannende DM im Bankdrücken: Viecherschmiede überzeugt in Oberölsbach!

Berg/Gachenbach: Es war ein unvergessliches Wochenende in der Oberpfalz: die Deutsche Meisterschaft im Bankdrücken lockte Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland nach Berg/Oberölsbach. Die neue Sporthalle des SC Oberölsbach e.V. bot das perfekte Ambiente für diesen hochkarätigen Wettkampf. Großzügig und modern, mit besten Bedingungen für Sportler und Zuschauer – und der SC Oberölsbach verstand es, den Wettbewerb bestens zu organisieren.
Für die Viecherschmiede war es ein Wettkampf der Extraklasse. Mit drei Athleten am Start waren die Erwartungen hoch, und sie wurden nicht enttäuscht!
Für Petra Robeis war dieser Wettkampf besonders – es war ihr letzter Wettkampf auf der Kraftdreikampf Bühne. Aus gesundheitlichen Gründen hat sie sich entschlossen, ihre Karriere zu beenden. Doch die liebenswerte Powerfrau hört nicht ganz auf: Sie wird dem Sport als Kampfrichterin erhalten bleiben. In ihrer Altersklasse AK2 bis 76 kg (EQ) zeigte sie an dem Tag noch einmal ihr Können. Mit einem sauberen zweiten Versuch von 70 kg sicherte sich Petra den Titel der Deutschen Meisterin! „Ich höre mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf“, sagte sie nach ihrem Triumph und verließ die Bühne mit einem stolzen Lächeln. Der dritte Versuch mit 72,5 kg war an diesem Tag leider zu viel für sie, aber das tat ihrer Goldmedaille keinen Abbruch – im Gegenteil, der Abschied hätte nicht schöner sein können.
Wir wünschen unserer Petra alles Gute für die Zukunft und vielleicht springt der Funke ja beim Richten nochmal über und sie nimmt das Eisen wieder selbst in die Hand.
Dominic Wetekam, der in der Klasse Aktive bis 120 kg (EQ) antrat, sorgte ebenfalls für Gänsehaut. Der 28-Jährige legte einen atemberaubenden zweiten Versuch mit 270 kg auf die Bank und lieferte damit eines der stärksten Bankdrücken des Wettkampftages ab. Doch auch er hatte noch einen Plan: 280 kg im dritten Versuch. Der Kraftakt gelang leider nicht, doch mit 270 kg und dem zweiten Platz war er mehr als zufrieden. „Es war ein harter Kampf, aber ich freue mich sehr über meine Leistung“, sagte Wetekam, der sich nach der Veranstaltung auf die nächsten Herausforderungen freut. Silber für den athletischen Ausnahme-Sportler – ein weiteres Puzzlestück in seiner beeindruckenden Karriere.
Für Hartmut Proksch war es erst der zweite Wettkampf in seiner Karriere – und was für ein Auftakt! In der Altersklasse 3 bis 93 kg (Classic) trat der 61-jährige Athlet an, und obwohl er noch nicht so viele Wettkämpfe auf dem Buckel hat, trat er unglaublich routiniert auf. Mit zwei gültigen Versuchen – 145 kg im Bankdrücken – sicherte er sich die Silbermedaille. Auch wenn der dritte Versuch mit 150 kg leider nicht in die Wertung kam, war der Blick auf das Silber umso strahlender. Proksch bestätigt was wir alle wissen, es ist nie zu spät um mit Sport anzufangen!
Die Deutsche Meisterschaft im Bankdrücken in Oberölsbach war nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein emotionales Erlebnis für alle Beteiligten. Die Athleten der Viecherschmiede haben einmal mehr gezeigt, was sie draufhaben, und setzen ihre Erfolgsgeschichte fort – die nächste Etappe steht schon in den Startlöchern!
Fazit: Die Deutsche Meisterschaft im Bankdrücken in Oberölsbach war nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein emotionales Erlebnis für alle Beteiligten. Die Athleten der Viecherschmiede haben einmal mehr gezeigt, was sie draufhaben, und setzen ihre Erfolgsgeschichte fort – die nächste Etappe steht schon in den Startlöchern!

Wettkampf außer Konkurrenz – Niederbayerische Meisterschaften im Bankdrücken

Am 18. Oktober 2025 gab es bei den Niederbayerischen Meisterschaften im Bankdrücken eine besondere Premiere: Zwei Newcomer starteten „außer Konkurrenz“ und sammelten wertvolle Wettkampferfahrungen. Die Rede ist von Alexa Loitfelder und Thomas Stangl, die sich dieser Herausforderung stellten und dabei beeindruckende Leistungen zeigten.

Der Wettkampf fand beim KSC Frauenau im Bayerischen Wald statt, einem Ort, der für seine packende Wettkampfkulisse bekannt ist. Das Event wurde dem hohen Standard, für den der KSC bekannt ist, gerecht und bot den Athleten eine großartige Bühne, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Alexa Loitfelder, die in der Altersklasse der Aktiven bis 76 kg antrat, startete als erste und setzte sofort ein Ausrufezeichen. Mit einer souveränen Technik und starkem Willen drückte sie im dritten Versuch stolze 80 kg. Diese Leistung ist nicht nur beachtlich, sondern zeigt auch, dass Alexa noch viel Potenzial nach oben hat. Wäre sie in der Wertung gewesen, hätte sie an diesem Tag den ersten Platz belegt. Aber es ging ihr hier nicht um den Sieg, sondern um die wertvolle Wettkampferfahrung, die sie für zukünftige Wettbewerbe mitnehmen konnte.

Auch Thomas Stangl, der in der Altersklasse III (bis 120 kg) an den Start ging, zeigte eine bemerkenswerte Leistung. 150 kg im ersten Versuch, das ist eine echte Hausnummer. Obwohl Thomas an diesem Tag keine weiteren Versuche gültig bekam, so kann er stolz auf das Geleistete sein. Gerade als frischgebackener KDK-Neuling (Kraftdreikampf), der erst kürzlich mit dem Sport begonnen hat, zeigt er eindrucksvoll, dass Disziplin und Hingabe in jeden Alter zu großartigen Erfolgen führen können.

Sowohl Alexa als auch Thomas haben bei diesem Wettkampf bewiesen, dass sie zu den vielversprechendsten Nachwuchsathleten im Bereich des Bankdrückens gehören. Ihre Leistungen sind ein starkes Signal dafür, dass sie mit weiteren Wettkampferfahrungen und kontinuierlichem Training noch viel mehr erreichen können. Besonders der nächste Wettkampf, bei dem sie offiziell in die Wertung gehen werden, lässt auf noch beeindruckendere Ergebnisse hoffen.

Für beide Athleten wird der Wettkampf in Frauenau nicht nur ein Meilenstein in ihrer sportlichen Karriere sein, sondern auch eine wertvolle Lektion in Sachen Selbstdisziplin und Kampfgeist. Wer weiß, vielleicht sehen wir Alexa Loitfelder und Thomas Stangl bald auf den Podesten der kommenden Wettbewerbe!

Eine Ära geht zu Ende: Letzte Deutsche Meisterschaft im Kreuzheben in Randersacker

Eine Ära geht zu Ende: Letzte Deutsche Meisterschaft im Kreuzheben in Randersacker

Atlethen der Viecherschmiede können auftrumpfen

Gachenbach/Randersacker – Es war ein Wochenende voller Emotionen, Erinnerungen und schwerer Gewichte: Mit der Deutschen Meisterschaft im Kreuzheben fand am vergangenen Wochenende nicht nur ein sportliches Highlight statt, sondern auch ein bedeutendes Kapitel im deutschen Kraftsport sein Ende.

Randersacker, seit jeher fester Bestandteil der Kreuzheber-Szene, präsentierte sich einmal mehr als großartiger Gastgeber. Doch dieses Mal lag ein Hauch von Wehmut in der Luft. Nach 20 Jahren wird die Deutsche Meisterschaft im Kreuzheben nicht mehr ausgetragen – ein traditionsreicher Wettbewerb verabschiedet sich von der nationalen Bühne. Schweiß, Herzblut, Schmerz und Triumph. Und mittendrin: die Athletinnen und Athleten der Viecherschmiede, die ein letztes Mal auf der ganz großen Bühne glänzten.

Kein Ort hätte sich besser für diesen Abschied geeignet als Randersacker, wo 2006 die allererste DM im Kreuzheben ausgetragen wurde. Nun, zwei Jahrzehnte später, war es erneut der Austragungsort – dieses Mal für die letzte Meisterschaft ihrer Art. Über 200 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland waren angereist, um gemeinsam die Geschichte des Kreuzhebens zu ehren – und ein letztes Mal um Edelmetall zu kämpfen.

Für die Viecherschmiede war es ein doppelter Abschied. Robert Robeis Altersklasse III bis 83 kg, ein Urgestein des Kraftdreikampfes und Teilnehmer der ersten Deutschen Meisterschaft im Kreuzheben 2006, trat ein letztes Mal an die Hantel. Schon allein seine Teilnahme war ein bewegender Moment – doch dass er sich am Ende auch noch den 2. Platz mit 160 kg sichern konnte, war ein perfekter Abschluss einer eindrucksvollen Karriere. Zwar wurde sein dritter Versuch über 170 kg nicht gültig gegeben, doch das schmälerte nicht die Leistung – im Gegenteil: Alle Mitgereisten „Viecher“ und deren Anhänger zollten Robeis den größten Respekt, den er sich über Jahre hart erarbeitet hatte.

Mit diesem Wettkampf verabschiedet sich Robert Robeis nicht nur von der Deutschen Meisterschaft, sondern auch ganz offiziell von der aktiven Wettkampfbühne. Seine Entscheidung stand fest – doch dass dieser letzte Auftritt mit Edelmetall gekrönt wurde, macht den Abschied umso schöner.

Wir sagen: Danke, Robert! Für unzählige spannende Wettkämpfe, für dein Engagement, für deinen Sportsgeist und für deinen Einsatz über all die Jahre. Auch wenn du künftig nicht mehr an der Hantel stehst, bleibst du dem Sport als Kampfrichter und wichtiger Teil der Powerlifting-Community erhalten.

Michael Regel (AK III bis 93 kg) stand in seiner Gruppe nichts nach, trotz gesundheitlicher Abgeschlagenheit ließ sich der erfahrene Athlet nicht aus der Ruhe bringen. Drei gültige Versuche, starke Technik, eiserner Fokus – 227,5 kg im dritten Versuch bedeuteten am Ende den Meistertitel. Eine souveräne Vorstellung und ein würdiger Abschied von der Bühne der Deutschen Meisterschaften.

In der AK I bis 105 kg wurde es taktisch: Alessandro Corvaglia trat in einer extrem starken Gruppe an – die Leistungsdichte war hoch, jeder Versuch zählte. Und Corvaglia hielt mit. Bis zum dramatischen dritten Versuch: Bei einem mutigen Zug verlor er das Gleichgewicht und stürzte nach hinten – eine Schrecksekunde, die aber glücklicherweise glimpflich verlief. Abgesehen von einer Schürfwunde am Arm war der Wettkampf für ihn ein Erfolg. Platz 5 in dieser starken Gruppe – und vor allem: ein zufriedenstellendes Ende für einen Athleten, der alles gegeben hat.

Zum Abschluss des Samstags betrat Laurenz Sendlbeck in der Juniorenklasse bis 93 kg die Plattform – mit einer bemerkenswerten Ruhe und Entschlossenheit. Und er lieferte ab: 260 kg im dritten Versuch und der 3. Platz in einer bärenstarken Gruppe junger Talente. Von Laurenz wird man mit Sicherheit noch hören – die Zukunft des Powerliftings ist in guten Händen.

Am Sonntagmorgen hieß es dann: Die Plattform gehört euch, Ladies! Und was die Frauen zeigten, war Powerlifting vom Feinsten.

Den Auftakt machte Petra Robeis (AK II bis 76 kg). Trotz gesundheitlicher Probleme in den vergangenen Monaten wollte sie ihren letzten Kreuzhebewettkampf mit einer Medaille krönen – und das gelang ihr eindrucksvoll: 120 kg bedeuteten den 1. Platz in ihrer Gruppe. Zwar war dies ihr letzter Wettkampf im Kreuzheben, doch ein letztes Mal werden wir Petra in zwei Wochen bei der DM im Bankdrücken auf der Bühne erleben dürfen. Bis dahin: Chapeau und Danke, Petra!

Wenn Mercyline Göttermann die Plattform betritt, hält die Halle den Atem an. In der AK I ab 84 kg gilt sie nicht umsonst als „Kreuzhebequeen“ – und das stellte sie auch diesmal unter Beweis. Mit 190 kg im zweiten Versuch sicherte sie sich souverän den Titel. Im dritten Versuch griff sie sogar die magischen 200 kg an – der Zug war stark, doch der Lockout fehlte minimal. Mit einer Erkältung in den Knochen war es an diesem Tag nicht drin – aber wir wissen: Die Marke der magischen 200 kg fällt in naher Zukunft. Und durch ihren überraschenden 2. Platz in der Relativwertung ihrer Gruppe war der gescheiterte 3. Versuch gleich vergessen.

Zum Abschluss bei den Damen wurde es noch einmal dramatisch: Sarah Widmann, in der Gruppe der Aktiven bis 76 kg, lieferte sich ein wahres Taktik-Duell. Nach einem sauberen zweiten Versuch über 170 kg kam es bitter: Sie zog sich eine Handverletzung zu – doch Aufgeben ist für Powerlifter keine Option. Mit offener Hand stellte sie sich dem dritten Versuch – 175 kg, die eigentlich drin gewesen wären. Doch diesmal war die Hand stärker als der Wille. Am Ende reichte es dennoch zur Silbermedaille, eine Leistung, die höchsten Respekt verdient.

Am späten Nachmittag kamen dann die „schweren Jungs“ zum Zug. Andreas Kastner (Aktive bis 74 kg) hatte sich viel vorgenommen – und das war in jedem Versuch zu spüren. Mit 242,5 kg im ersten Versuch setzte er ein deutliches Ausrufezeichen. Doch Kastner wollte mehr – viel mehr. Die Steigerung auf 270 kg im dritten Versuch war ein Statement, ein Angriff auf die persönliche Bestmarke.

Was dann folgte, sorgte für Diskussionen: Trotz sichtbarem Zug und aufrechter Haltung wurde der Versuch von den Kampfrichtern nicht gegeben. Kastner, sichtlich enttäuscht, nahm zwar Gold mit nach Hause, doch die Enttäuschung überwog. Sein Blick geht nach vorn: Bavaria Cup in Landshut 2026 – dort sollen die 270 kg nicht nur fallen, sondern gültig gemacht werden. Und eines ist sicher: Kastner wird bereit sein.

In der Klasse Aktive bis 105 kg wartete eine besonders enge Gruppe – elf Athleten, ein starkes Leistungsfeld, das jeden Versuch zu einem kleinen Finale machte. Benedikt Hermansdorfer zeigte sich davon unbeeindruckt. Drei starke und technisch saubere Versuche, gekrönt von 285 kg im dritten, waren das Ergebnis eines hervorragend vorbereiteten Wettkampftages. Der Lohn: Platz 5 – und das nur wegen des höheren Körpergewichts gegenüber dem viertplatzierten. In solch einer Gruppe ein solches Ergebnis zu holen, ist aller Ehren wert. Ein Wettkampf mit Charakter, Klasse und ganz viel Herz.

Den krönenden Abschluss des Wochenendes lieferte Dominic Wetekam in der Klasse Aktive bis 120 kg. Hier wurde nicht einfach gehoben – hier wurde taktisch gefeilscht um jedes Kilo. Zwischen Bronze und Rang 4 lagen nur 2,5 kg – es war das sportliche Äquivalent zu einem Schachspiel mit Eisen. Wetekam, selbst Kadertrainer in Österreich, wusste, wie wichtig der erste Versuch ist: 285 kg zum Einstieg, solide und souverän. Im dritten Versuch dann die Steigerung auf 312,5 kg – ein Gewicht, das in etwa einem großen Klavier entspricht. Der Lift? Stabil. Mächtig. Beeindruckend. Damit katapultierte sich Wetekam unter die Top-Lifter des Tages – und bewies einmal mehr, dass er nicht nur coachen, sondern auch selbst abliefern kann.

Was dieses Wochenende in Randersacker aber so besonders machte, war nicht nur die sportliche Leistung, sondern die Atmosphäre. Trotz aller Konkurrenz standen die Athletinnen und Athleten füreinander ein. Es wurde angefeuert, geholfen, motiviert – egal, welches Vereinslogo auf dem Rücken stand.

Ein großes Dankeschön geht an den SG Randersacker, der nach 20 Jahren noch einmal bewiesen hat, was gute Gastgeber ausmacht: Herzblut, Organisationstalent und Leidenschaft für den Sport. Die Meisterschaft war ein würdiger Abschluss dieser Ära.

Doch das Sportjahr ist noch nicht vorbei. In 14 Tagen steht die Deutsche Meisterschaft im Bankdrücken an – der vorletzte Wettbewerb des Jahres. Viele der Gesichter aus Randersacker werden auch dort wieder antreten, noch einmal alles geben – und das Publikum begeistern.

Die Bühne mag sich verändern, aber der Geist bleibt: Echte Stärke hebt man nicht nur mit den Armen – sondern mit dem Herzen.

Bayerische Meisterschaften Kraftdreikampf Aktive – Ziel: Norm plus

Bayerische Meisterschaften Kraftdreikampf Aktive – Ziel: Norm plus

Starker Auftritt der Viecherschmiede Athleten in Weismain

Am vergangenen Wochenende war die fränkische Kleinstadt Weismain Schauplatz der Bayerischen Meisterschaften der Aktiven im Kraftdreikampf. Schon früh am Morgen, um Punkt 7 Uhr, startete der Wettkampftag mit der obligatorischen Waage – und für die Athleten der „Viecherschmiede“ begann damit ein langer, intensiver Tag.

Den Auftakt machte Mercyline Göttermann, die eigentlich in der Altersklasse I (84+ kg) startet. Ihr Ziel: die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft im kommenden Jahr. Dass sie bereits für die Europameisterschaft 2025 in Finnland nominiert ist, hinderte sie nicht daran, sich erneut der nationalen Qualifikation zu stellen. Der Start verlief nervenaufreibend: Der erste Versuch in der Kniebeuge wurde nicht gültig gegeben – ein kleiner Schockmoment gleich zu Beginn. Doch Mercy zeigte sich kämpferisch, ließ sich nichts anmerken und konterte im zweiten Anlauf souverän. Mit 155 kg beendete sie die Kniebeuge schließlich erfolgreich. Im Bankdrücken brachte sie 72,5 kg in die Wertung, bevor es zu ihrer Paradedisziplin ging: dem Kreuzheben. Hier lief sie zur Höchstform auf und stellte mit 195 kg eine neue persönliche Bestleistung und inoffiziell einen neuen Deutschen Rekord in ihrer Alters- und Gewichtsklasse auf. Damit erreichte sie ein beeindruckendes Total von 422,5 kg und den 2. Platz bei den Aktiven – die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft ist gesichert, und das Training für die Europameisterschaft kann kommen.

Nach Göttermann trat mit Andreas Kastner der zweite Athlet der Viecherschmiede in den Wettkampf. Für ihn ging es jedoch nicht um die Qualifikation zur DM, sondern zunächst darum, die Norm für die Bayerische Meisterschaft sicher zu erfüllen – sprich: „Norm plus“ erreichen. Der Routinier in der Klasse bis 74 kg zeigte sich gewohnt gelassen. Mit eigenem Equipment und den vertrauten Hantelscheiben angereist, war er bestens vorbereitet. Schon in der Kniebeuge setzte er ein Ausrufezeichen: 197,5 kg im 3. Versuch. Auf der Bank ließ er souverän 102,5 kg folgen, bevor es in die entscheidende Disziplin ging – das Kreuzheben. Hier packte Kastner noch einmal alles aus. Nach einem spielerisch leichten Auftakt mit 227,5 kg steigerte er auf 240 kg, die er stark und technisch sauber nach oben zog. Für den dritten Versuch ließ er sich schließlich 252,5 kg auflegen. Die Spannung in der Halle war greifbar. Nach seinem gewohnten Heberitual griff er an die Stange, zog kraftvoll an – doch ab Schienbeinhöhe war Schluss, die Hantel blieb hängen. Er versuchte alles, aber das Gewicht wollte einfach nicht hochgehen. Kastner nahm es sportlich: „Das ist mal richtig geil – genau dafür macht man das, wenn man sich so richtig schindet“, lachte er nach dem Wettkampf. Mit einem Total von 540 kg erreichte er souverän die BM-Norm plus und belegte am Ende einen starken 5. Platz.

Den Abschluss des Wettkampftages bildete Sarah Widmann, durch ihren Gewichtsverlust jetzt in der -69 kg Klasse startend, sicherte sie sich somit einen Start in der „Primetime“. Mit Gummibärchen bewaffnet und bestens gelaunt startete sie ins Aufwärmen. Ihr Ziel: die BM-Norm schaffen. Sie ließ sich von der ganzen Hektik um sie herum im Aufwärmbereich nicht beirren. Obwohl die Kniebeuge nicht wirklich ihre Lieblingsdisziplin ist, meisterte Sarah diese souverän. Nach einem lockeren 125-kg 2.Versuch wagten die Betreuer im dritten Anlauf 135 kg. Sarah die nichts von der Steigerung um 10kg wusste, ging auf die Bühne. Hantel auf die Schulter und los ging es, sie schrie förmlich die Anspannung raus und dann, was war das? Kommando vom Kampfrichter nicht abgewartet, somit war der Versuch ungültig. Gebeugt ist gebeugt, da waren sich alle einig, obwohl Sarah später lachend meinte: „Puh irgendwie war es schwerer als ich dachte und da wollte ich das Gewicht nur noch loswerden“. Auf der Bank ging es ähnlich weiter: Zwei Versuche sahen so leicht aus, dass im dritten 87,5 kg aufgelegt wurden, doch leider war der 3. Versuch für diesen Tag doch zu schwer, aber mit 80 kg vom 2. Versuch konnte sie beruhigt ins Kreuzheben starten. Im Kreuzheben drehte Widmann dann richtig auf. Schon die ersten beiden Versuche wirkten spielerisch leicht, doch im dritten ging es nicht nur um Kraft, sondern auch um den Podiumsplatz. Die Konkurrentinnen lagen gleichauf – Sarah entschied sich für 172,5 kg, eine neue persönliche Bestleistung. Unter lautstarkem Jubel brachte sie das Gewicht nach oben und konnte ihre Freude kaum zurückhalten: Sie sprang und jubelte auf der Bühne, sichtlich überwältigt von ihrem Erfolg. Mit einem Total von 377,5 kg übertraf sie die Norm deutlich und belegte am Ende den 4. Platz. Ein Platz, der angesichts der starken Leistung und der neuen Bestmarke fast zur Nebensache wurde.

Drei Athleten, drei starke Geschichten – die „Viecherschmiede“ präsentierte sich bei den Bayerischen Meisterschaften in Topform. Mit persönlichen Bestleistungen, gesicherter Qualifikation und jeder Menge Emotionen im Gepäck können Mercyline, Andreas und Sarah selbstbewusst auf die kommenden Herausforderungen blicken.

Doch was wäre ein Wettkampf ohne Kampfrichter? Genau, es braucht auch immer die vielen Ehrenamtlichen, so hat sich unsere Petra Robeis, die auch gerne auf der Bühne zeigt was in ihr steckt, an dem Tag in der Rolle des Prüflings befunden. Es ging um die Zulassung zur Kampfrichterin / Landeslizenz. Souverän leitete sie die Versuche, der Prüfer fand nichts zu beanstanden – und so darf Petra sich nun offiziell Kampfrichterin mit Landeslizenz nennen. Herzlichen Glückwunsch! Wir wünschen ihr viel Erfolg und immer ein gutes Auge.

Nach über 12 Stunden Wettkampftag traten alle mitgereisten Mitglieder der Viecherschmiede müde, aber glücklich die Heimreise an. Mit persönlichen Bestleistungen, erfüllten Normen und jeder Menge Emotionen blicken Mercyline, Andreas, Sarah und Petra auf einen rundum gelungenen Tag zurück.

Ein großer Dank gilt auch allen Fans und Unterstützern, die für Stimmung sorgten und die Athleten lautstark anfeuerten. Es war – wie immer – eine Freude!

Viecherschmiede erobert den Bavaria-Cup – Kraft, Kampfgeist und Kuhglocken in Landshut

Viecherschmiede erobert den Bavaria-Cup – Kraft, Kampfgeist und Kuhglocken in Landshut

Landshut / Gachenbach: Wenn der Gastgeber „Stemmclub Bavaria 20 Landshut“ heißt, ist klar: Es wird besonders. Doch was sich beim diesjährigen Bavaria-Cup abspielte, war mehr als nur ein Kraftsportturnier – es war ein Festival der Stärke, der Emotionen und der Teamleistung. Mit 16 Athletinnen und Athleten war die Viecherschmiede so stark vertreten wie nie zuvor – und das zeigte sich nicht nur auf der Plattform.
Der international bekannte Wettkampf zog auch diesmal Athleten aus Österreich und der Schweiz nach Bayern. Es war heiß – und auf wie neben der Plattform wurde hitzig und fair gekämpft. Um 10 Uhr eröffneten die Damen das Turnier – und legten mit beeindruckender Leistung die Latte hoch.
Mercyline Göttermann (AK I, ab 84 kg) bewies mentale Stärke. Zwar war ihr zweiter Versuch nicht gültig, doch sie ließ sich nicht beirren: Souverän zog sie im dritten Anlauf 190 kg – der verdiente Sieg mit 158,57 Punkten. Petra Robeis (AK II, bis 76 kg) übertraf sich selbst. Sie hatte etwas zu beweisen – und tat es eindrucksvoll. Mit einem persönlichen Rekord von 120 kg sicherte sie sich den ersten Platz (117,25 Punkte).
Für Gänsehaut sorgte Sarah Widmann (Aktive, bis 76 kg): Die Powerfrau (Aktive, bis 76 kg) brachte nicht nur das Publikum zum Staunen. Ihr erster Versuch über 140 kg sah aus wie ein leichtes Aufwärmen. Beim zweiten – 155 kg – blieb sie ebenso locker. Ihre Betreuerin Sandra Brumm und Teamkollegin Nadja Corvaglia steckten die Köpfe zusammen. Das Ziel: Platz drei. Der Plan ging auf – Sarah zog unglaubliche 170 kg vom Boden, steigerte ihre persönliche Bestleistung um satte 35 kg und holte 172,54 Punkte. Eine echte Kampfansage!
Auch Anna Grimm (Aktive, bis 84 kg) zeigte, dass sie im Kreuzheben zu Hause ist. Mit beeindruckenden 180 kg ließ sie keine Zweifel aufkommen – der 1. Platz war ihr sicher (167,71 Punkte). Am Ende dieses emotionalen Vormittags waren sich alle einig: Diese Frauen kämpften nicht nur um Medaillen – sie kämpften für das Team, für den Verein, für den Titel. Und es zahlte sich aus: In der Mannschaftswertung durften sie schließlich jubeln – der Bavaria-Löwe geht an die Viecherschmiede! Jubel, Tränen, Kuhglocken – Emotion pur.
Am Nachmittag wurde es beim Kreuzhebe-Wettkampf alles andere als ruhig – im Gegenteil: Die Athleten zeigten packende Duelle, persönliche Rekorde und wahre Comeback-Stories. Laurenz Sendlbeck (Junioren, bis 93 kg) eröffnete den Nachmittag mit einem Paukenschlag. Mit 245 Kilogramm dominierte er seine Gruppe, sicherte sich nicht nur den 1. Platz, sondern stellte auch eine persönliche Bestleistung auf – satte +20 kg mehr als je zuvor. Xaver Kolberg (Junioren, bis 105 kg) bestätigte seinen steilen Aufwärtstrend. Innerhalb von nur vier Wochen steigerte er sich mit +15 kg auf ebenfalls 245 kg, was ihm Platz 2 einbrachte. Das nächste Leistungsniveau ist in greifbarer Nähe.
Für einen klasse Einstieg in das Kdk-Leben sorgte Debütant Tobias Leopold (Junioren, bis 120 kg) er beeindruckte gleich bei seinem ersten Wettkampf: Mit 220 kg sicherte sich der 2-Meter-Hüne den 1. Platz. In der AKI zeigte Alessandro Corvaglia (bis 105 kg), dass auch eine neue Bestleistung von 232,5 kg nicht immer zum Sieg reicht. Er unterlag denkbar knapp mit nur 2,5 kg Rückstand seinem Kontrahenten – Silber für die Viecherschmiede, aber eine Leistung, die sich sehen lassen kann. Auch Robert Niedermeier (AK II, bis 105 kg) ließ nicht locker: Nach dem Eintritt in den „200er-Club“ vor vier Wochen legte er nach – 202,5 kg, 1. Platz. Da war noch viel Luft nach oben, wir sind sehr gespannt.
Ein weiterer emotionaler Moment: Johann Goldstein (AK III, bis 74 kg) meldete sich nach längerer Hüftproblematik eindrucksvoll zurück. 160 kg und Platz 2 – ein starkes Signal: Der Routinier ist wieder da. Robert Robeis (AK III, bis 83 kg) bewies Kampfgeist: Mit 192,5 kg sicherte er sich Platz 2, auch wenn der Plan mit dem leichterem Körpergewicht nicht ganz aufging, kann er mächtig stolz sein auf diese Platzierung. Alle Achtung.
Auch Michael Reger (AK III, bis 93 kg) bewies Ruhe und Erfahrung. Trotz eines ungültigen dritten Versuchs ließ er sich nicht aus der Bahn werfen – 225 kg reichten für den Sieg in seiner Klasse. Für echte Dramatik sorgte Andreas Kastner (Aktive bis 74 kg). In der Meldeliste noch auf Platz 4, mobilisierte er alles und hob 250 kg, eine neue Bestleistung. Nur das höhere Körpergewicht verhinderte Gold – Platz 2, aber mit stolzer Brust. Es ist der Wahnsinn was die Männer in den so niedrigen Gewichtsklassen vom Boden holen.
In der Klasse der Aktiven bis 105 kg musste sich Matthias Raschen durchbeißen. Noch am Montag einen unvorhergesehen Besuch im Krankenhaus abgestattet, da hieß es Zähne zusammenbeißen, er kämpfte sich auf 255 kg, was in einer brutal starken Klasse Platz 4 bedeutete – eine Leistung mit besonderem Wert. Benedikt Hermannsdorfer (Aktive, bis 105 kg) auch er verbesserte eine persönliche Bestleistung um 5 kg auf 250 kg, konnte sich aber trotz starker Leistung nur auf Platz 7 behaupten – die Konkurrenz war enorm. Den Abschluss machten die „schweren Jungs“: Florian Frank (Aktive, bis 120 kg) ließ nichts anbrennen und holte sich mit 280 kg aus dem 2. Versuch verdient den 1. Platz. Es läuft nicht immer alles wie geplant, aber dennoch ein starker Auftritt.
Die Viecherschmiede: Mehr als nur ein Verein. Auch wenn bei den Herren kein zweiter Löwe heraussprang, ist klar: Die Viecherschmiede wächst. Was im letzten Jahr noch ein Traum war – der Gewinn des Bavaria-Löwen – wurde heuer Realität. Und wer weiß: Vielleicht werden aus einem Löwen bald zwei. Denn der Spirit stimmt. Die Leistungen stimmen. Das Team stimmt.
Ein besonderer Dank geht an den Stemmclub Landshut für die hervorragende Organisation – es ist uns immer eine Freude, bei euch zu heben. Und was wären all diese emotionalen Momente ohne Bilder? Karl Greiner vom Stemmclub hat mit seinen Fotos die Kraft und den Kampf dieses Tages festgehalten – herzlichen Dank!
Viecherschmiede – da wo die Löwen geschmiedet werden.

Heißes Wochenende – Bayerische Meisterschaft Kraftdreikampf in Landshut Viecherschmiede Powersport Athleten holen 4 Titel

Heißes Wochenende – Bayerische Meisterschaft Kraftdreikampf in Landshut Viecherschmiede Powersport Athleten holen 4 Titel


Landshut/Peutenhausen – Am vergangenen Wochenende fand in Landshut die Bayerische
Meisterschaft im Kraftdreikampf statt. Das sommerliche Wetter war eher Freibadwetter als
ideal für das Heben von Gewichten in der Turnhalle, dennoch ging es sowohl draußen als
auch in der Halle heiß her – nicht nur wegen der Temperaturen.
Am Samstagmorgen startete unser Team mit den Damen und unserem Junior. Was für ein
Tag, Anita Bertsche (AK I, bis 76 kg) erreichte einen persönlichen Rekord in der Kniebeuge
mit 132,5 kg, mächtig stolz und glücklich hierüber ging es dann zum Bankdrücken, zwar
konnte sie den letzten Versuch aufgrund von Schulterproblemen nicht zu Ende bringen, aber
mit 62,5 kg kann sie mehr als zufrieden sein. Ihre Stärke zeigte sie aber im Kreuzheben mit
155 kg. Mit einem Total von 350 kg wurde Anita Bayerische Meisterin.
Leicht hatte es unsere Petra Robeis (AK II bis 76 kg) nicht: Die Kampfrichter gaben ihr
insgesamt vier Versuche nicht, doch sie blieb ruhig und konnte ihr Total mit 250 kg
bestätigen. Leider reichte es dadurch nicht für die Norm zur Deutschen Meisterschaft, aber
wir sind sicher, dass Petra beim nächsten Mal wieder voll durchstartet und auch alle
Versuche gegeben werden – auch sie wurde Bayerische Meisterin.
Simon Weitemeyer (Junior bis 93 kg) hatte mit der Hitze stark zu kämpfen. Er musste sogar
den letzten Versuch im Kreuzheben auslassen, da dann auch die Kraft fehlte. Mit sauberen
Leistungen in Kniebeuge (195 kg), Bankdrücken (155 kg) und Kreuzheben (160 kg) erzielte er
ein beeindruckendes Total von 510 kg.
Am Sonntag traten Alessandro Corvaglia und Michael Reger auf die Plattform. Besonders
spannend waren die Kniebeugen von Alessandro Corvaglia (AK I bis 105 kg). Zwei Versuche
wurden von den Kampfrichtern nicht anerkannt, was für ordentlich Spannung sorgte. Die
Jury überstimmte die Kampfrichter und gab ihm schließlich 3 mal weißes Licht. Mit 160 kg in
der Kniebeuge und 110 kg im Bankdrücken wagte er im dritten Versuch beim Kreuzheben
einen Sprung auf 230 kg – persönliche Bestleistung und Bayerischer Meister mit einem Total
von 500 kg.
Michael Reger (AK III bis 93 kg) befand sich am Montag noch im Krankenhaus, doch das hielt
ihn nicht auf. Auch wenn ihm die letzten Versuche aufgrund der Hitze und Erschöpfung nicht
geglückt sind, zeigte er, was es heißt, ein Powerlifter zu sein. Er beugte 165 kg, schaffte 92,5
kg im Bankdrücken und erreichte im Kreuzheben 222,5 kg, was ihm den Meistertitel mit
einem Total von 480 kg und die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft einbrachte.
Ein großes Dankeschön geht an unseren Wast (Sebastian Ortlieb), der unsere Athleten an
beiden Tagen tatkräftig motivierte und unterstützte.
Wir gratulieren allen Athleten zu ihren großartigen Leistungen und freuen uns schon auf die
nächsten Wettkämpfe!

Bayerische Meisterschaft Kreuzheben – fest in Viecherschmiede-Hand

Bayerische Meisterschaft Kreuzheben – fest in Viecherschmiede-Hand

8x Bayerischer Meister 1x Vizemeister 1x Rekord

Landshut/Peutenhausen

Am Samstag ging es nach Landshut, Gastgeber der diesjährigen Bayerischen Meisterschaft im Kreuzheben war der Stemmclub Bavaria 20 Landshut e.V. Bei strahlendem Wetter und bester Stimmung traten für die Viecherschmiede Powersport e.V.  9 Athleten an, darunter 2 Junioren, die ihren ersten Wettkampf absolvierten. Der Stemmclub hat wieder einmal mehr bewiesen was für ein guter Gastgeber und Veranstalter sie sind. Organisatorisch perfekt ging es bereits um 9 Uhr morgens mit den Frauen los. Alina Schelinski (Junioren-W bis 63 kg) meisterte ihr Debüt souverän. Trotz anfänglicher Aufregung, die sich durch ein Zwicken im Knie bemerkbar machte, bewältigte sie den ersten Wettkampf mit Bravour, auf der Plattform war vom Knie nichts mehr zu spüren, sichtlich erleichtert und Freude strahlend – das erste Heben mit 100 kg war geschafft. Auch wenn der 3. Versuch nicht ganz klappte so konnte sie mit stolzen 110 kg den 1. Platz für sich klarmachen. Petra Robeis (AK II bis 84 kg), eine sehr erfahrene Athletin, weiß was es heißt mit Nervosität umzugehen. Trotz der andauernden Rückenproblemen hob sie 117,5 kg – und sicherte sich ebenfalls Platz 1. Juliana Diener (Aktive bis 84 kg), die ihren zweiten Wettkampf in diesem Jahr absolvierte, erreichte mit 125 kg im ersten Versuch eine gute Leistung, musste sich aber im zweiten und dritten Versuch (150 kg) geschlagen geben. Dennoch landete sie auf einem starken zweiten Platz. Für unseren Junior männlich bis 105 kg, Xaver Kolberg, es war ein echtes Highlight. Er zeigte allen, dass er ein ganz besonderes „Viech“ ist, trotz einer frisch genähten Hand, mit ruhiger Gelassenheit hob er 230 kg – eine beeindruckende Leistung für seinen ersten Wettkampf. Dieser Sieg wird ihm sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Alessandro Corvaglia (AK I bis 105 kg) wollte es wissen, er hatte sozusagen noch eine Rechnung im Kreuzheben von der Deutschen Meisterschaft im letzten Jahr offen. Dieses Mal hob er die 225 kg mit einer souveränen Leichtigkeit im Drittversuch, den Titel Bayerischer Meister hat er sich mehr als verdient. Robert Niedermeier (AK II bis 93 kg) wollte es wissen, nach federleicht aussehenden Versuchen über 175 kg und 190 kg steigerte er seine persönliche Bestleistung auf 200 kg und sicherte sich damit den ersten Platz. Für viele Athleten ist die 200-kg-Marke ein Meilenstein, und Robert ist nun offiziell im Club der 200er angekommen. Die Freude über die gehobenen Kilogramm war ihm deutlich anzusehen. Robert Robeis (AK III bis 83 kg), einer unserer erfahrensten Athleten, zeigte nach einer Schulteroperation im letzten Jahr, dass er topfit ist. Auf Rücksichtnahme auf seine Schulter zog er geradezu hochfliegenden 182,5 kg vom Boden und konnte sich hiermit über den 1. Platz freuen. Michael Reger (AK III bis 93 kg) hatte sich das Ziel gesetzt, eine persönliche Bestleistung zu erzielen. Trotz des ungültigen Erstversuchs steigerte er sich im zweiten auf 227,5 kg – seine persönliche Bestleistung – bis dahin. Im 3. Versuch ließ er 236 kg auflegen, er kam sah und siegte: Bayerischer Rekord, inoffiziell auch Deutscher Rekord in seiner Klasse, und ein verdienter erster Platz. Zum Abschluss der Veranstaltung, sozusagen zur Primetime, startete Andreas Kastner (Aktiv bis 74 kg), Kastner der es wie kein anderer versteht die 1 min auf der Plattform vollumfänglich auszunutzen und sich in einer unerschütterlichen Ruhe zu fokussieren, hob sich mit 240 kg im dritten Versuch zum 1. Platz. Ein würdiger und grandioser Abschluss eines großartigen Wettkampftages. Vielen Dank an unsere Mitglieder, die zahlreich mit angereist sind, durch eure Unterstützung war es ein wahrlich großartiges Fest. Dem Stemmclub möchten wir auch Danke sagen, es ist uns immer wieder eine Freude und Ehre, zu euch zu kommen.

The Battle of North

The Battle of North

Die Norm für DM geschafft
Dominic Wetekam bei der niederösterreichischen Landesmeisterschaft im Kraftdreikampf – The Battle
of North in Amstetten
Amstetten/ Peutenhausen
Am vergangenen Wochenende fand in Amstetten die niederösterreichische Landesmeisterschaft im Kraftdreikampf, besser bekannt als „The Battle of North“, statt. Für die Viecherschmiede Powersport e.V. war Dominic Wetekam (Aktiv) am Start und zeigte erneut sein Können auf höchstem Niveau.

Der Bundestrainer des Österreichischen Kraftsportverbands (ÖVK) trat in der Gewichtsklasse bis 120 kg an und nutzte die Veranstaltung als Qualifikation für die deutsche Meisterschaft. Ausgerichtet wurde das Event vom Kraftsportclub KSC Amstetten, der eine hervorragend organisierte und für die Athleten optimal ausgerichtete Veranstaltung auf die Beine stellte. Dank eines sehr guten Livestreams konnten Fans und Interessierte das Geschehen live verfolgen.

Wetekam, der in der Equipment-Wertung startete, bewies, dass er auch RAW, also ohne Equipment, eine starke Leistung bringen kann. In der Disziplin Kniebeugen entschied er sich für die konventionelle Variante und beugte im dritten Versuch spielerisch 240 kg – eine beeindruckende Leistung, die seine technische Finesse unter Beweis stellte.

Beim Bankdrücken trug er das typische Bankdrückerhemd und lies im dritten Versuch 270 kg auf die Hantelstange stecken. Aufgrund einer leichten Abwärtsbewegung mit dem rechten Arm wurde diese Leistung jedoch nicht gewertet. Somit ging es mit den 235 kg aus dem 2. Versuch weiter zum Kreuzheben.

Der krönende Abschluss war das Kreuzheben: Hier zog Wetekam mühelos 305 kg vom Boden – eine Leistung, die zeigt, wie spielerisch er mit den Gewichten umgeht. Insgesamt erreichte er ein Total von 780 kg, was die deutsche Norm deutlich übertraf und ihn sichtlich zufrieden machte.

„Es war ein toller Wettkampf, von der Organisation bis zur Lokalität war alles perfekt“, zeigte sich Wetekam nach dem Wettkampf begeistert. Mit diesem Ergebnis hat er sein Ziel erreicht und die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft mehr als erfüllt. Wir sind uns sicher, dass wir auf der Deutschen Meisterschaft noch einiges von ihm sehen werden.

Was für ein beeindruckender Wettkampf, wenn Gewichte so spielerisch bewegt werden – Dominic Wetekam hat erneut bewiesen, warum er zu den besten gehört!

Außer Konkurrenz mit stählernen Nerven

Außer Konkurrenz mit stählernen Nerven

Juliana Diener bei ihrer Premiere auf der Niederbayerischen Meisterschaft im KdK in Straßkirchen

Straßkirchen/Peutenhausen

Auch am Osterwochenende wird gehoben, mit diesem Leitspruch ging es für die frisch gebackene Athletin der Viecherschmiede Powersport eV Juliana Diener (Aktive bis 76kg) zu ihrem Debüt ins Niederbayerische Straßkirchen. Für Juliana, die hier ihren allerersten Wettkampf im KdK als Gaststarterin absolvierte, war es mit Sicherheit mehr als aufregend. Es ist für alle Athleten immer eine große Herausforderung ihre angestrebte Gewichtsklasse zu erreichen, so auch bei ihr. Mit zwei Waagen im Gepäck startete sie früh am Samstag in den Wettkampftag. Das dies aber nicht das Einzige ist, was die Athletin und ihre Betreuer ins Schwitzen brachte, zeigte sich in der ersten Disziplin der Kniebeuge. Jeder weiß wie wichtig und beruhigend es ist, den ersten Versuch sauber und technisch einwandfrei zu beugen. Doch die ersten beiden Beugeversuche wurden nicht gegeben, selbst ein Routinier kommt bei einer solchen Situation ins straucheln, aber nicht sie, Diener bewies Nerven wie aus Stahlseilen. Der 3. Versuch mit 100kg ging bilderbuchmäßig nach oben und war gültig.  Da hieß es durchatmen, denn es kamen ja noch Bankdrücken und Kreuzheben. Im Anschluss war der Druck wieder auf Normalniveau und so wurden im Bankdrücken solide 60kg gültig gedrückt. Zum Abschluss des Wettkampfes kam das Kreuzheben, hier lag die persönliche Bestleistung von Diener bei 125kg, diese bestätigte sie souverän. Im Drittversuch ließ sie 140kg auflegen! Sie wollte es wissen, leider wurde dieser nicht gültig gegeben. Ihr Betreuer, Raschen, zeigte sich dennoch zuversichtlich: „Oben ist gehoben!“ Mit einem Total von 285 kg hat Juliana einen beeindruckenden Einstand gegeben, der noch viel Potenzial für die Zukunft zeigt. Der Wettkampf wurde vom Bayerischen Gewichtheber- und Kraftsportverband e.V. – Bezirk Niederbayern – hervorragend organisiert, was zu einem gelungenen Veranstaltungstag beitrug. Julianas mutiger Auftritt und ihre stählernen Nerven machen sie zu einer vielversprechenden Nachwuchshoffnung im Kraftdreikampf.