Autor: Florian Bergfried

Viecherschmiede überzeugt beim Bavaria Cup mit Medaillen und Bavaria Löwen

Viecherschmiede überzeugt beim Bavaria Cup mit Medaillen und Bavaria Löwen

Am 27. Juni fand im Vereinsheim des Stemmclub Bavaria 20 in Landshut der alljährliche Bavaria Cup statt. Das internationale Kreuzhebe-Turnier lockte zahlreiche Athletinnen und Athleten nach Niederbayern. Die Viecherschmiede war mit 16 Sportlerinnen und Sportlern sowie den beiden Kampfrichtenden Petra und Robert Robeis vertreten und blickt auf einen äußerst erfolgreichen Wettkampftag zurück. Neben vier Gold-, fünf Silber- und drei Bronzemedaillen durfte sich das Team auch über den Gewinn des Bavaria Löwen freuen.

Den Auftakt aus Sicht der Viecherschmiede machte Daniela Meisen in der Klasse der Seniorinnen I bis 57 kg. Mit einer fehlerfreien Serie und 122,5 Kilogramm im dritten Versuch sicherte sie sich den ersten Platz.

In der Klasse der Aktiven bis 76 kg gingen Alexa Loitfelder und Paula Bruns an den Start. Loitfelder steigerte ihre Bestleistung auf 162,5 Kilogramm und gewann die Bronzemedaille. Bruns brachte 145 Kilogramm in die Wertung und belegte Rang vier.

Bei den Aktiven bis 84 kg überzeugte Anna Grimm mit einer fehlerfreien Serie bis 190 Kilogramm und sicherte sich damit die Silbermedaille.

Sein Wettkampfdebüt feierte Josef Weigl bei den Junioren bis 83 kg. Mit starken 195 Kilogramm erreichte er den zweiten Platz in seiner Klasse.

In der Klasse der Junioren bis 93 kg gingen Laurenz Sendlbeck und Mark Lokvancic an den Start. Sendlbeck gewann mit 270 Kilogramm seine Gewichtsklasse. Die 285 kg im Zweitversuch waren leider noch zu schwer, auf den Dritten verzichtete er. Lokvancic absolvierte ebenfalls seinen ersten Wettkampf und belegte mit 210 Kilogramm den zweiten Platz.

Bei den Senioren II bis 105 kg vertraten Robert Niedermeier und Marc Reichhart die Viecherschmiede. Niedermeier gewann mit 205 Kilogramm die Silbermedaille, während Reichhart mit 200 Kilogramm den dritten Platz belegte.

In der Klasse der Aktiven bis 74 kg sicherte sich Andreas Kastner mit 240 Kilogramm den Klassensieg. Der Angriff auf 255 Kilogramm im dritten Versuch blieb ohne gültige Wertung.

Ebenfalls als Debütant startete Niklas Sailer bei den Aktiven bis 83 kg. Mit 200 Kilogramm durfte er sich direkt über die Bronzemedaille freuen.

In der stark besetzten Klasse der Aktiven bis 93 kg erreichte Felix Holzhey mit 245 Kilogramm den zweiten Platz. Andreas Hoiß belegte mit 230 Kilogramm Rang vier, nachdem sein dritter Versuch über 240 Kilogramm ungültig gewertet wurde. Samuel Klösgen komplettierte das Trio mit 225 Kilogramm und einem fünften Platz.

Bei den Aktiven bis 105 kg belegte Matthias Raschen mit 260 Kilogramm den vierten Platz. Sein dritter Versuch über 275 Kilogramm konnte nicht gültig abgeschlossen werden.

Den Abschluss aus Sicht der Viecherschmiede machte Florian Frank in der Klasse der Aktiven bis 120 kg. Mit 285 Kilogramm gewann Frank souverän die Goldmedaille. Zwei Versuche über 305 Kilogramm blieben an diesem Tag noch ohne gültige Wertung.

Neben den Athletinnen und Athleten waren auch Petra und Robert Robeis als Kampfrichtende für die Viecherschmiede im Einsatz und sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Wettkampfs.

Den Höhepunkt des Tages bildete die Mannschaftswertung. Beim Bavaria Cup erhalten neben den Gesamtsiegern der Damen und Herren auch die beste Damen- und Herrenmannschaft den begehrten Bavaria Löwen. Die erste Herrenmannschaft der Viecherschmiede mit Laurenz Sendlbeck, Andreas Kastner, Florian Frank und Matthias Raschen setzte sich gegen die Konkurrenz durch und durfte die Löwentrophäe als beste Herrenmannschaft mit nach Hause nehmen.

Mit insgesamt zwölf Medaillen und dem Gewinn des Bavaria Löwen unterstrich die Viecherschmiede einmal mehr ihre Leistungsstärke und blickt motiviert auf die kommenden Wettkämpfe der Saison.

Starke Leistung in Warschau: Dominic Wetekam erfüllt sich WM-Traum

Starke Leistung in Warschau: Dominic Wetekam erfüllt sich WM-Traum

Vom 23.05. bis 31.05. traf sich die Weltelite des Kraftsports im polnischen Warschau, um die neuen Weltmeister im Bankdrücken zu ermitteln. Mit von der Partie war Dominic Wetekam von der Viecherschmiede, der in der stark besetzten „Equipped“-Klasse bis 120 kg für Deutschland an den Start ging und sich mit dieser Teilnahme einen lang ersehnten sportlichen Traum erfüllte.

Die Königsdisziplin des Kraftsports

Wer beim Begriff „Equipped“ (ausgerüstet) an eine Erleichterung glaubt, irrt gewaltig. In dieser Division tragen die Athleten spezielle, extrem steife Bankdrückhemden. Diese unterstützen die Bewegung zwar massiv und ermöglichen so das Bewegen brutaler Lasten, allerdings steigt der technische Anspruch im Vergleich zum klassischen „Raw“-Bankdrücken (ohne Equipment) drastisch an. Nur wer die perfekte Balance aus roher Kraft und millimetergenauer Technik beherrscht, bringt das Gewicht kontrolliert zur Hochstrecke.

Nervenkitzel auf der Plattform

Dominic stieg hochgerüstet und fokussiert mit einem Eröffnungsversuch von stolzen 257,5 kg in den Wettkampf ein. Nach einem kleinen Wackler im ersten Anlauf behielt er die Nerven und brachte das immense Gewicht im zweiten Versuch souverän und gültig in die Wertung. Im finalen Drittversuch ging er dann auf’s Ganze: 275 kg wurden auf die Hantel geladen. Dominic kämpfte erbittert, doch das Gewicht blieb am Ende leider hauchdünn unbewältigt.
Mit den gültigen 257,5 kg sicherte sich der Athlet der Viecherschmiede in einem hochkarätigen internationalen Feld den 9. Platz weltweit.

Ein doppelter Kraftakt

Diese Platzierung ist umso beeindruckender, wenn man einen Blick hinter die Kulissen wirft: Dominic ist Bundestrainer der österreichischen Nationalmannschaft im Kraftdreikampf. Bevor er selbst im Nationaltrikot für Deutschland auf die Bank durfte, stand er die gesamte Woche über fast ununterbrochen als Betreuer auf der Plattform. Er coachte, motivierte und fieberte mit seinen eigenen Athletinnen und Athleten mit – ein mentaler und körperlicher Marathon, der ihm viel Energie abverlangte.

Starke Bilanz für die Viecherschmiede bei den Oberbayerischen Meisterschaften im Kraftdreikampf

Starke Bilanz für die Viecherschmiede bei den Oberbayerischen Meisterschaften im Kraftdreikampf

Am 16. Mai fanden beim ESV Neuaubing die Oberbayerischen Meisterschaften im Kraftdreikampf statt. Die Viecherschmiede war mit insgesamt 14 Athletinnen und Athleten sowie den beiden Kampfrichtern Anita Bertsche und Robert Robeis vertreten. Mit sechs Goldmedaillen, drei Silbermedaillen und einer Bronzemedaille konnte der Verein erneut seine Leistungsstärke unter Beweis stellen.

Für einen unglücklichen Auftakt sorgte Daniela Meisen in der Klasse Seniorinnen I bis 57 kg. Die Athletin scheiterte in allen drei Kniebeugenversuchen an 100 kg und konnte dadurch kein gültiges Total erzielen, weshalb sie den Wettkampf vorzeitig beendete.

Für ein erfolgreiches Debüt auf der Plattform sorgte Anja Eisenhut in der Klasse Seniorinnen I bis 76 kg. Mit gültigen Versuchen von 92,5 kg in der Kniebeuge, 42,5 kg im Bankdrücken und 110 kg im Kreuzheben sicherte sie sich direkt den ersten Platz ihrer Gewichtsklasse.

In der Klasse der Aktiven bis 69 kg gewann Sandra Brummer souverän die Goldmedaille. Mit 140 kg in der Kniebeuge, 72,5 kg im Bankdrücken und 150 kg im Kreuzheben erzielte sie ein Gesamtgewicht von 362,5 kg.
Vereinskollegin Franziska Eder erreichte bei ihrem zweiten Kraftdreikampf-Wettkampf den dritten Platz. Besonders erfreulich: Seit ihrem Debüt in der Bayernliga konnte sie sich in allen drei Disziplinen steigern und stellte mit 110 kg Kniebeuge, 60 kg Bankdrücken und 120 kg Kreuzheben neue persönliche Bestleistungen auf.

Ein besonderes Ausrufezeichen setzte die Viecherschmiede in der Klasse der Aktiven bis 76 kg, in der alle drei Podestplätze an Athletinnen des Gachenbacher Vereins gingen. Sarah Widmann gewann mit einem starken Total von 430 kg und erfüllte damit exakt die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften im Juli. Ihre Bestleistungen von 155 kg in der Kniebeuge, 92,5 kg auf der Bank und 182,5 kg im Kreuzheben bedeuteten einen beeindruckenden Wettkampfauftritt. Den zweiten Platz sicherte sich Christine Mairiedl mit einem Total von 375 kg. Sie brachte 130 kg in der Kniebeuge, 80 kg im Bankdrücken und 165 kg im Kreuzheben in die Wertung und stellte damit ihre Ausgeglichenheit in allen drei Disziplinen unter Beweis.
Alexa Loitfelder komplettierte den Dreifacherfolg der Viecherschmiede mit Rang drei. Mit 112,5 kg in der Kniebeuge, starken 82,5 kg im Bankdrücken und 155 kg im Kreuzheben erzielte sie ein Total von 350 kg.

Bei den Männern sicherte sich Xaver Kolberg in der Klasse der Junioren bis 93 kg den Titel. Mit 185 kg Kniebeuge, 140 kg Bankdrücken und 230 kg Kreuzheben erzielte er ein Total von 555 kg.

Ebenfalls Gold gewann Simon Eisenhut bei den Senioren I bis 120 kg. Nach 190 kg in der Kniebeuge und 115 kg im Bankdrücken rundete er seinen Wettkampf mit 185 kg im Kreuzheben ab.

In der Klasse Senioren II bis 105 Kilogramm gingen die ersten beiden Plätze an die Viecherschmiede, während Marc Reichhart mit einem Total von 502,5 kg den Sieg holte. Mit 165 kg in der Kniebeuge, 140 kg im Bankdrücken und einer neuen persönlichen Bestleistung von 197,5 kg im Kreuzheben zeigte er einen starken Wettkampf und sicherte sich mit 2,5 kg Vorsprung den Klassensieg.
Christian Frank belegte mit einem Total von 500 kg den zweiten Platz. Nach starken 180 kg in der Kniebeuge musste er sich im Bankdrücken mit 115 kg im Erstversuch begnügen, nachdem seine beiden höheren Versuche ungültig gewertet wurden. Im Kreuzheben bewies er Nervenstärke und brachte im dritten Versuch 205 kg in die Wertung, nachdem sein zweiter Versuch mit demselben Gewicht noch ungültig gewesen war.

Bei den Aktiven bis 74 kg erkämpfte sich Andreas Kastner die Silbermedaille. Aufgrund einer taktischen Wettkampfgestaltung verzichtete er auf mehrere Versuche und beendete den Wettkampf nach erfolgreichen 185 kg in der Kniebeuge, 100 kg auf der Bank und 215 kg im Kreuzheben.

In der Klasse der Aktiven bis 93 kg belegte Felix Holzhey den vierten Platz. Der eigentlich eine Gewichtsklasse höher startende Athlet hatte infolge einer Verletzung deutlich an Körpergewicht verloren. Mit 195 kg in der Kniebeuge, 117,5 kg im Bankdrücken und 240 kg im Kreuzheben erzielte er ein Total von 552,5 kg und zeigte trotz schwieriger Voraussetzungen eine überzeugende Leistung.

Vereinskamerad Samuel Klösgen belegte Rang fünf. Seine Wettkampfvorbereitung war von Krankheit und Verletzungen geprägt, dennoch brachte er 160 kg in der Kniebeuge, 112,5 kg auf der Bank und 200 kg im Kreuzheben in die Wertung. Mit einem Total von 472,5 kg bewies er trotz der schwierigen Vorbereitung Kampfgeist und Einsatzwillen.

Mit insgesamt elf Podestplätzen blickt die Viecherschmiede auf äußerst erfolgreiche Oberbayerische Meisterschaften zurück. Besonders die Erfüllung der DM-Norm durch Sarah Widmann, sowie Leistungen auf DM-Norm Niveau von Marc Reichhart und Christian Frank zeigen, dass die Athletinnen und Athleten des Vereins auch auf überregionaler Ebene konkurrenzfähig sind. Entsprechend motiviert richtet sich der Blick nun auf die kommenden Deutschen Meisterschaften und die weiteren Wettkämpfe der Saison.

Drei Klassen, dreimal Bronze: Viecherschmiede-Athleten glänzen bei der internationalen Grenzlandmeisterschaft im Bayerischen Steinheben

Drei Klassen, dreimal Bronze: Viecherschmiede-Athleten glänzen bei der internationalen Grenzlandmeisterschaft im Bayerischen Steinheben

Beim Grandauer Volksfest in Grafing bei München stand am Vatertag wieder eine der spektakulärsten Kraftsportarten Bayerns im Mittelpunkt: Steinheben im Rahmen der internationalen Grenzlandmeisterschaft. Zahlreiche Athleten aus Deutschland und Österreich traten an, um sich mit roher Kraft, Technik und eiserner Willenskraft zu messen.
Das Bayerische Steinheben gehört zu den traditionsreichsten Kraftdisziplinen des Alpenraums. Ziel ist es, einen schweren Stein an einem Griff möglichst hoch anzuheben. Die Männer beginnen dabei mit einem Startgewicht von 254 Kilogramm. Jeder Athlet hat zwei Versuche. Sobald ein Heber die Marke von einem Meter erreicht, wird das Gewicht um weitere 25 Kilogramm erhöht. Entscheidend ist dabei nicht nur pure Kraft, sondern vor allem die perfekte Kombination aus Körperspannung, Explosivität und Technik.

Auch in diesem Jahr lieferten die Teilnehmer beeindruckende Leistungen ab. Im Mittelgewicht erreichte Matthias Raschen starke 66,5 Zentimeter mit dem 254-Kilogramm-Stein und sicherte sich damit den dritten Platz seiner Klasse.
Ebenfalls Rang drei ging im Schwergewicht an Benedikt Hermannsdorfer, der den Stein auf 65,5 Zentimeter zog.
Florian Frank stemmte die 254 Kilogramm auf herausragende 81,3 Zentimeter und holte sich damit ebenfalls den dritten Platz im Super-Schwergewicht. Der Gesamtsieg bei den Herren ging an Lukas Mürmann, der im Super-Schwergewicht unglaubliche 304 Kilogramm auf 75,9 Zentimeter bewegte und damit die Konkurrenz hinter sich ließ.
Auch die Damen zeigten eindrucksvoll, dass das Steinheben keine reine Männerdomäne ist. Gesamtsiegerin wurde Sandra Nikifor mit starken 179 Kilogramm auf 68,2 Zentimeter – eine Leistung, die selbst viele männliche Teilnehmer beeindruckte.

Die internationale Grenzlandmeisterschaft zeigte erneut eindrucksvoll, warum das Bayerische Steinheben weit mehr ist als nur ein Kraftsport. Es ist gelebte Tradition, Volksfeststimmung und kameradschaftlicher Wettkampf zugleich.

Bronze bei den Deutschen Meisterschaften – Viecherschmiede stark vertreten

Bronze bei den Deutschen Meisterschaften – Viecherschmiede stark vertreten

Am 11. April 2026 fanden beim AC Bavaria Forchheim 1908 e.V. die Deutschen Meisterschaften im Kraftdreikampf (Equipped) statt. Mit dabei: Dominic Wetekam von der Viecherschmiede, der sich in der Gewichtsklasse bis 120 kg einen starken dritten Platz sichern konnte.

Trotz einer alles andere als idealen Vorbereitung bewies Wetekam einmal mehr seine Wettkampfstärke. Nur wenige Tage vor dem Wettkampf ging sein Kniebeuge-Anzug kaputt und musste kurzfristig ersetzt werden – keine optimalen Voraussetzungen für eine der technisch anspruchsvollsten Disziplinen im Equipped-Powerlifting.

Kniebeuge – schwieriger Wettkampfstart

Im ersten Versuch brachte Wetekam solide 362,5 kg in die Wertung. Beim Zweitversuch mit 377,5 kg kam es jedoch zu Problemen: Die Hantel begann bereits beim Herausheben aus dem Rack stark zu schwanken. Der Versuch, das Gewicht unter Kontrolle zu bringen, kostete dabei so viel Kraft, dass der eigentliche Lift nicht mehr erfolgreich ausgeführt werden konnte und schließlich als ungültig gewertet wurde. Aufgrund dieser Umstände wurde auf den dritten Versuch verzichtet.

Bankdrücken – persönliches Highlight

Deutlich besser lief es im Bankdrücken: Nach einem sicheren Einstieg mit 250 kg scheiterte Wetekam zunächst an 262,5 kg. Im dritten Versuch zeigte er jedoch Kampfgeist und konnte 267,5 kg erfolgreich drücken. Diese Leistung stellt eine neue persönliche Bestleistung im Rahmen eines kompletten Kraftdreikampf-Wettkampfs dar und lag nur 2,5 kg unter seinem Topwert aus der Deutschen Meisterschaft im Bankdrücken 2025.

Kreuzheben – starker Kampf bis zum Schluss

Im Kreuzheben eröffnete Wetekam mit 275 kg und steigerte sich anschließend auf 287,5 kg. Im dritten Versuch über 302,5 kg fehlte am Ende nur wenig – die Hände öffneten sich beim Heben, sodass der Versuch ungültig gewertet wurde.

Starkes Gesamtergebnis

Mit einem Total von 917,5 kg und 529,16 DOTS-Punkten sicherte sich Wetekam verdient den dritten Platz. Angesichts der schwierigen Vorbereitung und der kleinen Rückschläge im Wettkampf ist dieses Ergebnis besonders hoch einzuschätzen.

Der erfahrene Athlet, der bereits rund 20 Wettkämpfe bestritten hat und zudem als Bundestrainer des österreichischen Nationalkaders tätig ist, unterstreicht damit erneut seine Klasse und seine Bedeutung für den Sport.

Rekordausflug der Viecherschmiede

Rekordausflug der Viecherschmiede

Vom 20. bis 22. März fanden beim AC Lauchhammer e.V. die Deutschen Meisterschaften der Masters im Kraftdreikampf (KDK) statt. Die Viecherschmiede war mit drei Athleten vertreten und stellte sich im Süden Brandenburgs der starken nationalen Konkurrenz in den Altersklassen.

Erfolgreicher Wettkampf für Anita Bertsche

Am Samstag ging Anita Bertsche in der Altersklasse 1 bis 76 kg an den Start. Besonders in der Kniebeuge setzte sie gleich ein Ausrufezeichen: Mit einem starken zweiten Versuch über 135 kg stellte sie einen neuen bayerischen Rekord in ihrer Alters- und Gewichtsklasse auf. Ein noch höherer dritter Versuch blieb zwar knapp ohne Wertung, doch die Leistung reichte, um ihre gute Form zu unterstreichen.

Im Bankdrücken zeigte Bertsche eine konstante Leistung und steigerte sich erfolgreich bis auf 70 kg, eine alte Bestleistung die ihr aufgrund längerer Schulterproblematik seit 2024 verwehrt wurde. Auch im Kreuzheben bewies sie Mut und Anpassungsfähigkeit: Eine Technikoptimierung nur drei Wochen vor dem Wettkampf zahlte sich aus. Eindrucksvoll arbeitete sie sich im Drittversuch auf 165 kg vor – eine Steigerung ihrer bisherigen Bestleistung um 10 kg. Insgesamt steigerte sie ihr Gesamtergebnis in gerade einmal neun Monaten um 20 kg auf 370 kg. Am Ende bedeutete ihre Gesamtleistung einen starken dritten Platz in ihrer Klasse.

Mercyline Göttermann holt Silber

Ebenfalls am Samstag startete Mercyline Göttermann in der Altersklasse 1 über 84 kg. Schon in der Kniebeuge zeigte sie ihre Stärke und steigerte sich Versuch für Versuch bis auf 170 kg, die sie souverän bewältigte.

Im Bankdrücken brachte sie zwei solide Versuche in die Wertung, während ein mutiger dritter Versuch ungültig gewertet wurde. Ihre größte Stärke zeigte Göttermann jedoch im Kreuzheben: Nach zwei starken gültigen Versuchen setzte sie im dritten Anlauf noch einmal alles auf eine Karte – mit Erfolg. 205 kg bedeuteten nicht nur einen gelungenen Abschluss des Wettkampfs, sondern auch eine Verbesserung ihres eigenen bayerischen Rekords um 2,5 kg. Mit dieser Leistung sicherte sie sich den zweiten Platz in ihrer Klasse.

Verletzungsbedingtes Aus für Michael Reger

Am Sonntag betrat Michael Reger in der Altersklasse 3 bis 93 kg die Wettkampfbühne. Seinen ersten Versuch in der Kniebeuge über 155 kg meisterte er noch erfolgreich. Beim zweiten Versuch kam es jedoch zu einem unglücklichen Zwischenfall: Reger verletzte sich am Ellbogen, der bereits in der Vorbereitung immer wieder Probleme machte, und musste den Wettkampf vorzeitig beenden.

Der erfahrene Athlet, der seit vier Jahren Wettkämpfe bestreitet, hob dennoch die positiven Seiten des Wettkampfgeschehens hervor. Besonders die Betreuung durch den mitgereisten Vereinscoach sowie der Austausch und die Gespräche mit anderen Athleten seien für ihn ein wichtiger Bestandteil des Sports.

Unterstützung auch abseits der Plattform

Neben den Athleten und Betreuern war die Viecherschmiede auch organisatorisch vertreten: Petra und Robert Robeis – bis letztes Jahr selber noch aktive Athleten – unterstützten die Meisterschaften als Kampfrichter und trugen so zum reibungslosen Ablauf des Wettkampfwochenendes bei.

Mit zwei Podestplätzen, einem neuen bayerischen Rekord sowie vielen wertvollen Erfahrungen kehrt die Viecherschmiede aus Lauchhammer zurück – und blickt motiviert auf die kommenden Wettkämpfe.

Starkes Heimspiel für die Viecherschmiede bei der zweiten Runde der Bayernliga

Starkes Heimspiel für die Viecherschmiede bei der zweiten Runde der Bayernliga

Am 28. Februar wurde die Mehrzweckhalle in Peutenhausen zum Treffpunkt der bayerischen Kraftdreikampf-Szene. Bei der zweiten Runde der Bayernliga im Powerlifting traten mehrere Mannschaften gegeneinander an, um wichtige Punkte im Kampf um die Relegation zur Bundesliga zu sammeln. Für den ausrichtenden Verein, die Viecherschmiede, war es dabei ein Heimspiel.

Wie bereits in der ersten Runde ging der Kraftsportverein aus Gachenbach erneut mit zwei Mannschaften an den Start. Beide Teams zeigten solide Leistungen auf der Plattform und sammelten wichtige Punkte für die Gesamtwertung.
Neben der Viecherschmiede nahmen die Turngemeinde Landshut als auch der Stemmclub Bavaria 20 Landshut teil und schickten jeweils eine Mannschaft ins Rennen, womit für zusätzliche Konkurrenz auf der Plattform gesorgt war.

Die erste Mannschaft der Viecherschmiede erreichte 1.171,73 Punkte. Diese ergeben sich aus den Relativwertungen, den sogenannten DOTS, der ersten drei Teammitgliedern. Für ein sportliches Highlight sorgte dabei Sarah Widmann (150/90/180 = 420). Mit diesem Total knackte sie als erste Athletin der Viecherschmiede die Marke von 400 DOTS-Punkten raw – ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte.
Auch ihre Teamkollegen lieferten starke Ergebnisse: Daniel Knabl (215/147.5/252.5 = 615) stellte das höchste Total der Mannschaft auf. Weitere Punkte steuerten Sandra Brummer (142.5/72.5/155 = 370) und Markus Hirsch (200/122.5/222.5 = 545) bei.

Die zweite Mannschaft der Viecherschmiede kam auf 1.032,59 Punkte. Für das Team gingen Julien Jakob (200/140/230 = 570), Anna Grimm (135/70/180 = 385), Alexa Loitfelder (100/72.5/142.5 = 315) und Alina Schelinski (90/40/120 = 250) an den Start.

Dank starker Leistungen und der lautstarken Unterstützung des heimischen Publikums konnte die Viecherschmiede ihren Heimwettkampf erfolgreich bestreiten und wichtige Punkte für die Gesamtwertung der Bayernliga sammeln. Mit insgesamt 2.326,06 Punkten sicherte sich die erste Mannschaft über beide Runden hinweg einen soliden 6. Platz im Feld der 13 Mannschaften. Ein besonderer Erfolg: Die Athleten Jakob, Widmann und Hirsch qualifizierten sich mit ihren Einzelergebnissen direkt für die Bayerischen Meisterschaften im Oktober.

Starker Auftritt von Mercyline Göttermann bei der Masters-EM in Oulu

Starker Auftritt von Mercyline Göttermann bei der Masters-EM in Oulu

Bei den Europameisterschaften der Masters im Kraftdreikampf im finnischen Oulu ist Mercyline Göttermann am 15. Februar in der Altersklasse 1 an den Start gegangen. In der Gewichtsklasse +84 Kilogramm traten insgesamt fünf Athletinnen gegeneinander an. Am Ende belegte Göttermann einen respektablen fünften Platz im Gesamtklassement – mit einem besonderen Highlight im Kreuzheben.

Neue Bestmarke und deutscher Rekord

Vor allem im Kreuzheben setzte die Athletin ein Ausrufezeichen: Mit starken 202,5 Kilogramm im dritten Versuch sicherte sie sich nicht nur den dritten Platz in dieser Teildisziplin, sondern stellte zugleich einen neuen deutschen Rekord in ihrer Alters- und Gewichtsklasse auf. Bereits die ersten beiden Versuche über 175 Kilogramm und 195 Kilogramm absolvierte sie souverän und gültig.

Auch in den anderen Disziplinen bestätigte Göttermann ihre Trainingsleistungen eindrucksvoll. In der Kniebeuge zeigte sie eine makellose Serie: 155 Kilogramm, 165 Kilogramm und schließlich 170 Kilogramm – alle drei Versuche wurden von den Kampfrichtern einstimmig gültig gewertet.

Dramatische Entscheidung im Bankdrücken

Für besondere Spannung sorgte das Bankdrücken. Nach zwei gültigen Versuchen über 72,5 Kilogramm und 77,5 Kilogramm ließ sich Göttermann im dritten Versuch 80 Kilogramm auflegen. Die Kampfrichter entschieden zunächst mit 2:1 Stimmen für „gültig“. In solchen Fällen hat die Jury die Möglichkeit, die Entscheidung zu überprüfen und gegebenenfalls zu überstimmen. Genau das geschah: Nach erneuter Beratung wurde der Versuch als ungültig gewertet.
Eine Überstimmung durch die Jury ist allerdings nur dann möglich, wenn die Kampfrichter nicht einstimmig entscheiden. Hätten alle drei Kampfrichter den Versuch für ungültig befunden, wäre eine nachträgliche Änderung nicht mehr zulässig gewesen.

Starke Gesamtleistung auf internationaler Bühne

Trotz der unglücklichen Entscheidung im Bankdrücken zeigte sich Mercyline Göttermann in starker Form. Sie konnte ihre Bestleistungen aus dem Training auf internationaler Bühne bestätigen und mit dem deutschen Rekord im Kreuzheben ein sportliches Ausrufezeichen setzen.
Der fünfte Platz im Gesamtklassement spiegelt die Leistungsdichte in der Gewichtsklasse +84 Kilogramm wider. Mit ihrer Leistung in Oulu unterstreicht Göttermann einmal mehr ihre Klasse im Masters-Bereich – und setzt ein klares Signal für kommende Wettkämpfe.

1. Runde der Bayernliga in Landshut

1. Runde der Bayernliga in Landshut

Am 17. Januar lud der Stemmclub Bavaria Landshut zur ersten Runde der Bayernliga im Kraftdreikampf ein. In dieser Liga geht es für die teilnehmenden Vereine darum, wertvolle Punkte zu sammeln, um sich am Ende der Saison eine realistische Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga zu erarbeiten. Die Viecherschmiede war dabei stark vertreten und schickte gleich zwei Mannschaften ins Rennen. Ein Team besteht aus drei bis vier Athleten, wobei die drei besten Leistungen in die Mannschaftswertung einfließen.

Erste Mannschaft: Konstanz und starke Einzelleistungen

In der ersten Mannschaft gingen Jacques Welker, Matthias Raschen, Andreas Kastner und Florian Frank an den Start. Jacques Welker überzeugte erneut mit einer sehr soliden Leistung. Mit einem Total von 625 kg – bestehend aus 225 kg Kniebeuge, 150 kg Bankdrücken und 250 kg Kreuzheben – erzielte er eine Relativpunktzahl von 399,75 DOTS. Damit verfehlte er, wie schon bei vorherigen Wettkämpfen, nur hauchdünn die begehrte 400-Punkte-Marke. Matthias Raschen wollte es nach einer krankheitsbedingten Trainingspause eigentlich etwas ruhiger angehen lassen. Sein Total von 615 kg (205/145/265) kann sich dennoch absolut sehen lassen. Besonders im Kreuzheben zeigte er Stärke: Mit 265 kg bestätigte er seine Wettkampfbestleistung von der Oberbayerischen Meisterschaft im vergangenen November – dieses Mal wirkte das Gewicht jedoch deutlich souveräner bewegt. Andreas Kastner brachte mit einem Körpergewicht von knapp 74 kg ein beachtliches Total von 515 kg (187,5/105/222,5) in die Wertung. Bemerkenswert dabei: Er konnte sich lediglich mit drei Trainingseinheiten auf den Wettkampf vorbereiten. Trotz dieser Umstände gelang ihm im Bankdrücken mit 105 kg eine neue persönliche Bestleistung. Florian Frank lieferte mit 622,5 kg (220/132,5/270) das Streichergebnis der Mannschaft. Erst eine Woche vor dem Wettkampf erfuhr er, dass er für einen verletzten Teamkollegen einspringen muss, und ging nahezu ohne spezifische Vorbereitung an den Start. Sein Highlight war der Zweitversuch im Kreuzheben mit 270 kg, den er im Sumo-Stil absolvierte – eine Technik, die er an diesem Tag erst zum zweiten Mal überhaupt einsetzte.

Zweite Mannschaft: Debüt, Bestleistungen und ein Tagesrekord

Die zweite Mannschaft bestand aus Franziska Eder, Samuel Klösgen und Laurenz Sendlbeck. Für Franziska Eder war es der erste Wettkampf überhaupt, entsprechend groß war die Nervosität. Nach dem ersten Versuch in der Kniebeuge fand sie jedoch voll in den Wettkampf und zeigte eine stabile Leistung. Mit einem Total von 272,5 kg (105/52,5/115) feierte sie einen gelungenen Einstand auf der Plattform. Samuel Klösgen, der sein Wettkampfdebüt bereits im vergangenen Jahr in der Bayernliga gefeiert hatte, konnte seitdem beeindruckende 80 kg auf sein Total draufpacken. Am Samstag durchbrach er mit 500 kg (170/110/220) erstmals die magische 500-kg-Marke. Für einen besonderen Moment des Wettkampftages sorgte der erst 19-jährige Laurenz Sendlbeck. In seinem Drittversuch im Kreuzheben brachte er 275 kg gültig zur Hochstrecke – das schwerste Gewicht des gesamten Tages. Mit einem Total von 550 kg (165/110/275) setzte er ein echtes Ausrufezeichen.

    Runde Zwei wird Heimspiel

    Weiter geht es in der Bayernliga am 28. Februar: Dann richtet die Viecherschmiede die zweite Runde in der Mehrzweckhalle Peutenhausen aus. Zuschauer sind herzlich eingeladen, diesem Spiel der Muskeln live beizuwohnen. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

    Oberbayerische Meisterschaft im Kraftdreikampf in Neuaubing

    Oberbayerische Meisterschaft im Kraftdreikampf in Neuaubing

    Viecherschmiede überzeugt mit elf Athleten und zahlreichen Podestplätzen

    Am 22. November fanden in Neuaubing die Oberbayerischen Meisterschaften im Kraftdreikampf statt. Ausrichter waren der ESV Neuaubing in Zusammenarbeit mit dem KSC Puch. Mit zwei Athletinnen und neun Athleten stellte die Viecherschmiede eines der größten und zugleich erfolgreichsten Teams des Wettkampfs. Neben beeindruckenden sportlichen Leistungen prägten persönliche Bestleistungen, starke Comebacks und bemerkenswerte Debüts das Bild eines rundum gelungenen Meisterschaftstages.

    In der Gewichtsklasse bis 69 kg der Frauen feierte die Viecherschmiede einen Doppelerfolg. Sandra Brummer sicherte sich mit einem herausragenden Total von 360 kg souverän den 1. Platz. Mit 142,5 kg in der Kniebeuge, 72,5 kg im Bankdrücken und 145 kg im Kreuzheben zeigte sie eine durchweg starke und stabile Leistung. Teamkollegin Paula Bruns belegte mit 320 kg den 2. Platz. Ihr Auftritt war besonders bemerkenswert: Es war erst ihr zweiter Wettkampf, nach ihrem Debüt im Vorjahr – und sie steigerte ihr Total direkt um 20 kg. Nach einer verletzungsgeplagten Vorbereitung, in der sie erst vier Wochen vor dem Wettkampf wieder mit Kniebeugen und Bankdrücken beginnen konnte, zeigte sie enorme Willenskraft und Kampfgeist.

    Xaver Kolberg trat bei den Junioren bis 93 kg an und lieferte mit einem Total von 585 kg eine stabile Leistung auf der Plattform. Besonders hervorzuheben: Er brachte alle neun Versuche gültig in die Wertung – ein Kunststück, das nur wenigen Athleten gelingt und schon gar nicht direkt beim ersten vollständigen Powerlifting-Wettkampf. Mit 190 kg in der Kniebeuge, 150 kg im Bankdrücken und 245 kg im Kreuzheben bestätigte er seine beständige Form. Für Simon Eisenhut war es der erste Wettkampf überhaupt – und das mit Erfolg. In der Klasse AK1 bis 120 kg erreichte er 482,5 kg im Total (185/115/182,5). Besonders beachtlich: Nur acht Wochen vor dem Wettkampf stellte er seine Kreuzhebetechnik komplett um. Trotz dieser kurzen Anpassungsphase zeigte er einen stabilen und souveränen Auftritt.

    In der Klasse bis 83 kg zeigte Patrick Czok eine solide und entschlossene Leistung. Trotz einer Schulterverletzung aus dem Handball, die ihn im Wettkampf deutlich einschränkte, brachte er seine Versuche mit großer Disziplin auf die Plattform. Mit 190 kg in der Kniebeuge, 135 kg im Bankdrücken und 210 kg im Kreuzheben erreichte er ein Gesamtresultat von 535 kg und sicherte sich damit den 2. Platz. Seine technisch sauberen Lifts unter den gegebenen Bedingungen unterstrichen eindrucksvoll seinen Kampfgeist und seine Stabilität. Die Klasse bis 93 kg war aus Sicht der Viecherschmiede am stärksten besetzt – und bot reichlich Spannung. Jacques Welker holte sich mit einem beeindruckenden Total von 625 kg (225/150/250) den 1. Platz. Trotz Start in einer niedrigeren Gewichtsklasse als zuvor konnte er sein Total um 5 kg steigern. Unter den Viechern gilt er aktuell als stärkster Athlet nach Relativwertung im Verein. Daniel Knabl sicherte sich mit 607,5 kg den 2. Platz. Auch für ihn war es der zweite Wettkampf. Trotz eines geringeren Körpergewichts als im Debüt konnte er seine Kraftwerte steigern – ein klares Zeichen für seine konsequente Trainingsarbeit. Für Julien Jakob war es hingegen der erste Wettkampf. Trotz einer von Stress und Erkältung erschwerten Vorbereitung erreichte er mit 547,5 kg (190/137,5/220) einen respektablen 5. Platz und zeigte viel Potenzial für kommende Wettkämpfe.

    Matthias Raschen belegte mit 645 kg den 2. Platz in der Gewichtsklasse bis 105 kg. Seine Leistungen setzten sich aus 225 kg in der Kniebeuge, 155 kg im Bankdrücken und 265 kg im Kreuzheben zusammen. Seine Entwicklung der letzten Monate war bemerkenswert: In weniger als 8 Wochen steigerte er sein Total um 45 kg. Sein Drittversuch im Kreuzheben, angesetzt mit 275 kg, sorgte für Aufsehen – mutmaßlich der „ungültigste Lift des Abends“, aber ein Zeichen seines kämpferischen Charakters. Samuel Klösgen erreichte mit einem Total von 480 kg, bestehend aus einer Kniebeuge mit 160 kg, 110 kg auf der Bank und einer Leistung von 210 kg im Kreuzheben, den 3. Platz – ebenfalls bei seinem ersten „richtigen“ Powerlifting-Wettkampf. Anfang des Jahres war er noch in der Bayernliga in einer niedrigeren Gewichtsklasse gestartet. Eine amüsante Anekdote lieferte er gleich zu Beginn: Beim Einwiegen war er zu leicht und stellte sich kurzerhand mit einer Banane auf die Waage – die er anschließend verzehrte.

    Für ein echtes Highlight sorgte Florian Frank. In seinem ersten offiziellen Powerlifting-Wettkampf – obwohl er bereits rund 30 Kraftsportwettkämpfe, die meisten davon Strongman-Events, absolviert hat – belegte er in der Klasse bis 120 kg den 1. Platz. Sein Total: 650 kg (210/140/300). Besonders der letzte Versuch ging in die Vereinsgeschichte ein: Mit seinem 300-kg-Kreuzheben erreichte Frank ein langjähriges persönliches Ziel und wurde zugleich der erste Athlet der Viecherschmiede, der 300 kg Raw, also ohne unterstützenden Anzug, vom Boden zog. Jubel, Gänsehaut und Begeisterung begleiteten diesen Moment.

    Die Oberbayerische Meisterschaft in Neuaubing war für die Viecherschmiede ein voller Erfolg. Mit zahlreichen Podestplätzen, starken Debüts und persönlichen Bestleistungen unterstrich das Team seine wachsende Bedeutung in der bayerischen Kraftdreikampfszene. Ob erfahrene Athleten oder Wettkampfneulinge – alle elf Starter trugen zu einem beeindruckenden Gesamtauftritt bei.
    Ein Wettkampftag, der gezeigt hat: Die Viecherschmiede ist in Oberbayern eine Macht im Powerlifting – und die Entwicklung vieler Athleten lässt erahnen, dass dies erst der Anfang ist.