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Dominic Wetekam mit 257,5kg im Erstversuch (Foto: 3 White Lights Media)

Starke Leistung in Warschau: Dominic Wetekam erfüllt sich WM-Traum

Vom 23.05. bis 31.05. traf sich die Weltelite des Kraftsports im polnischen Warschau, um die neuen Weltmeister im Bankdrücken zu ermitteln. Mit von der Partie war Dominic Wetekam von der Viecherschmiede, der in der stark besetzten „Equipped“-Klasse bis 120 kg für Deutschland an den Start ging und sich mit dieser Teilnahme einen lang ersehnten sportlichen Traum erfüllte.

Die Königsdisziplin des Kraftsports

Wer beim Begriff „Equipped“ (ausgerüstet) an eine Erleichterung glaubt, irrt gewaltig. In dieser Division tragen die Athleten spezielle, extrem steife Bankdrückhemden. Diese unterstützen die Bewegung zwar massiv und ermöglichen so das Bewegen brutaler Lasten, allerdings steigt der technische Anspruch im Vergleich zum klassischen „Raw“-Bankdrücken (ohne Equipment) drastisch an. Nur wer die perfekte Balance aus roher Kraft und millimetergenauer Technik beherrscht, bringt das Gewicht kontrolliert zur Hochstrecke.

Nervenkitzel auf der Plattform

Dominic stieg hochgerüstet und fokussiert mit einem Eröffnungsversuch von stolzen 257,5 kg in den Wettkampf ein. Nach einem kleinen Wackler im ersten Anlauf behielt er die Nerven und brachte das immense Gewicht im zweiten Versuch souverän und gültig in die Wertung. Im finalen Drittversuch ging er dann auf’s Ganze: 275 kg wurden auf die Hantel geladen. Dominic kämpfte erbittert, doch das Gewicht blieb am Ende leider hauchdünn unbewältigt.
Mit den gültigen 257,5 kg sicherte sich der Athlet der Viecherschmiede in einem hochkarätigen internationalen Feld den 9. Platz weltweit.

Ein doppelter Kraftakt

Diese Platzierung ist umso beeindruckender, wenn man einen Blick hinter die Kulissen wirft: Dominic ist Bundestrainer der österreichischen Nationalmannschaft im Kraftdreikampf. Bevor er selbst im Nationaltrikot für Deutschland auf die Bank durfte, stand er die gesamte Woche über fast ununterbrochen als Betreuer auf der Plattform. Er coachte, motivierte und fieberte mit seinen eigenen Athletinnen und Athleten mit – ein mentaler und körperlicher Marathon, der ihm viel Energie abverlangte.

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